Ironscout 2016

Erschienen am 10. Oktober 2016 in Allgemein

Niklas

 

Vom 30. September bis 3. Oktober hat unsere Leiterrunde am diesjährigen Ironscout teilgenommen. Bei diesem Wettbewerb, der sich an den Ironman anlehnt, geht es darum in einer Gruppe möglichst viele Stationen anzulaufen, an denen man dann Spiele und Aufgaben bestreiten muss. Das Ganze geht über einen Zeitraum von 22h und wer alle Stationen ablaufen will muss mit über 100km Laufstrecke rechnen!

 

„Wir laufen beim Ironscout mit!“, so lautete der Entschluss den wir auf unserem Leiterwochenende getroffen haben. So weit, so gut. Der Oktober rückte immer näher und obwohl man sich immer wieder gegenseitig zusicherte trainieren zu gehen wurde daraus nie wirklich was. Dann der Schock: Einer unserer Läufer bricht sich auf einem Konzert das Bein. Was tun? Nicht mitnehmen ist doof aber mitlaufen geht auch nicht. Glücklicherweise machen wir unsere Faulheit beim Training mit Erfindungsreichtum wett und so wird für unseren Verletzten fix ein Wanderrollstuhl zusammengeschweißt. So gerüstet fühlte auch er sich bereit dieses Unternehmen anzugehen.

Als wir dann am Freitagabend unsere Sachen in unseren Stammeshänger geräumt hatten fuhren wir los Richtung Paderborn, wo wir in der kleinen Ortschaft Altenbeken dann mitten in der Nacht unser Lager aufschlugen, schnell noch was gekocht, ein Bierchen und ab ins Bett. Morgen wird hart!

 

Am Morgen mussten wir uns um das Frühstück glücklicherweise keine Sorgen machen, denn wir hatten so viele Nudeln gekocht, das wir damit vermutlich den ganzen Zeltplatz hätten versorgen können. So gestärkt ging es dann natürlich erstmal wieder in den Schlafsack, ausruhen ist angesagt gestartet wird eh erst mittags!

 

Mittags melden sich unsere beiden Läuferteams, Duisburgs Hopfnung I und II dann in den extra hierfür vorgesehenen Jurten und der Spaß geht los. Karte in die Hand gedrückt, ab geht die Post! Das Tempo ist zügig, die Gespräche noch fröhlich als wir die erste Station erreichen und mit Bravur unseren Busführerschein bestehen. Langsam tun die Füße aber schon weh denkt man sich als wir weiter und weiterlaufen. Hier mal rasten dort mal ´nen Schluck trinken, so vergeht die Zeit wie im Flug.

Als die Dämmerung anbricht schnell Taschenlampe und Warnweste rausgeholt und weiter geht’s! So laufen wir durch die Dunkelheit über Stock und Stein bis die Füße nichtmehr mitmachen und zumindest Duisburgs Hopfnung II aufgibt. Ähnliche Situation auch beim ersten Team, dass unseren Rollstuhl mitschleppt auch hier ist jemand ermüdet, der Rollstuhlfahrer nämlich, und eine Abholung wird organisiert. Glücklicherweise fast zeitgleich und so konnten die Laufwilligen aus dem 2. Sich dem 1. Team anschließen.

 

Am nächsten Morgen kommt das erste Team dann an, sichtlich erschöpft und legt sich erstmal schlafen. Abends dann gab es noch eine Abschiedsfeier auf der Jene, deren Füße nicht total kaputt waren, noch tanzen konnten.  Am nächsten Morgen packten wir zusammen und fuhren zurück nach Duisburg.

Alles in allem war es eine schöne Erfahrung und unser Ehrgeiz für nächstes Jahr eine bessere Platzierung (Wir wurden 115.) rauszuholen ist geweckt!

Kommentar hinterlassen:

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.